Montag, 26. Dezember 2011

Skitour auf den Schönberg

Inzwischen hat es in höheren Lagen nochmals geschneit, und so haben wir uns am Stefanstag für eine schöne Skitour auf den Schönberg entschlossen. Wir wurden heute mit feinstem Pulverschnee belohnt: ca. 15 cm auf einer festen Unterlage.

Bequemes Alpsträsschen zum Sassförkle
Wie schon die Wanderung vom 11. Dezember 2011 führt die Skitour zuerst zum Sassförkle. Der Start liegt diesmal aber bei der Bergstation des Schneefluchtlifts in Malbun (Liechtenstein). Ab hier führt der Schlittel- und Winterwanderweg nördlich über Sass. Dieser Weg ist im Winter bis hinauf zum Sassförkle gewalzt.

Vom Sassförkle führt ein Übergang beim Obersass über die Kuppe, wo dann kurz in den Talkessel abgefahren werden kann. Die Felle bleiben dabei auf den Skiern. 

Im Aufstieg (bei Rossboda)
Über Rossboda geht es zuerst relativ flach weiter, dann wird nach Osten ausholend zum Gipfel aufgestiegen. Dort bietet sich eine herrliche Rundsicht zum Alpstein, ins Rheintal, zum Bodensee und hinüber zum Galina- und Ochsenkopf.

Auf dem Schönberg


Pulverschnee - mehr braucht man nicht

Abfahrt nach Guschg
Die Abfahrt in bestem Pulverschnee war ein Genuss. Da die Bedinungen perfekt waren und das Gelände grossteils noch unverspurt, sind wir vom Gipfel zurück zum Rossboda abgefahren. Vor dem Übergang zum Obersass sind wir weiter nach Guschg abgefahren

Perfekte Tourenbedingungen
Ungefähr in der Höhe von Guschg haben wir nochmals die Felle aufgeklebt und sind wieder zum Übergang beim Obersass aufgestiegen. Von dort sind wir direkt in den Hang in Richtung Sass zum Jägerhaus hinuntergepowdert. Eine bequeme Piste führt auf dem Winterwanderweg zurück zum Ausgangspunkt.

Spuren führen nach Guschg
Tourendaten

Gipfelhöhe 2104 m 
ca. 170 Hm (20 Min.) Wiederaufstieg von Höhe Guschg zum Obersass

670 Hm (2 Std.) Aufstieg zum Schönberg

Onlinekarte Swisstopo

Sonntag, 25. Dezember 2011

Schlitteln in den Fideriser Heubergen

Eine Schlittenfahrt in den Fideriser Heubergen bietet zweifaches Abenteuer: Die Bergfahrt und die 12 km lange Schlittenfahrt ins Tal.

Vollgas bergauf
Bei Fideris muss das Auto geparkt werden. Von hier geht es mit vierradangetriebenen Kleinbussen weiter in die Heuberge. Da die Anfahrt über die offizielle Schlittelpiste erfolgt, fahren die Busse ohne Schneeketten. Besonders bei eisigen Verhältnissen führt das manchmal zu spektakulären Fahrmanövern. Schon manch einer war froh, dass er unbeschadet im Berggasthaus Arflina ankam...

Skiliftbetrieb am Weihnachtstag
12 km Schlittelstrecke
Nach einem gemütlichen Mittagessen im Berggasthaus nahmen wir die 12 km lange Schlittenfahrt in Angriff. 1100 m Höhendifferenz sind zu bewältigen, was fast eine Stunde in Anspruch nimmt.
Die Schlittelpiste nach Fideris
Zwischen 14.30 und 16:00 Uhr ist die Strecke ausschliesslich für Schlittler reserviert, in den anderen Zeiten muss mit gelegentlichem Gegenverkehr der Anwohner gerechnet werden.
Riesengaudi bei der Abfahrt
Tourendaten:
Bergfahrt ab Fideris (Prättigau) mit Kleinbus: CHF 19.- (Erwachsene)
Busbetrieb Samstag und Sonntag 09:00 - 13:00 Uhr
12 km Schlittelpiste
Schlitten können mitgebracht oder vor Ort gemietet werden

Sonntag, 18. Dezember 2011

Skitour zum Hochälpelekopf

Wer eine gemütliche und lawinensichere Skitour sucht, die auch bei schlechtem Wetter noch gut machbar ist, ist mit dem Hochälpele im Bregenzerwald (Vorarlberg / Österreich) gut beraten. Besonders bei Neuschnee ist diese Route sehr zu empfehlen. Als Belohnung winkt zudem eine Einkehr in der urgemütlichen Hütte beim Gipfel.

Aufstieg über Waldsträsschen
Vom Parkplatz rund 200 m hinter der Häusergruppe Rickatschwende geht es über offene Wiesen und Waldlichtungen in Richtung Langwies bzw. Fohramoos.


Die Route ist gut gekennzeichnet


Waldsträsschen und -wege führen weiter über den Rücken des Lank zur Bergstation des Lank-Skiliftes. Unterwegs wurden wir immer wieder mit faszinierenden Ausblicken zum Bodensee belohnt.

Ausblick zum Bodensee

Kurz vor dem Gipfel

Der Weg führt weiter auf einer Bergschulter zum Hochälple, wo sich auch die Bergstation des Höchälpeleliftes befindet. Gleich unterhalb des Gipfels liegt die 1875 erbaute, urgemütliche Hochälpelehütte des ÖAV. Aber Achtung: Wer erst einmal drin sitzt, will nicht mehr hinaus...

Die Hochälpelehütte ÖAV
Abfahrtsmöglichkeiten
Am schönsten ist es, nach Schwarzenberg abzufahren und dort den Bus zurück nach Ammenegg zu nehmen (das liegt leicht oberhalb des Parkplatzes). Da heute die Schneedecke in tieferen Lagen sehr dünn war, haben wir darauf verzichtet und sind entlang der Hochälpele-Skipiste nach Weisstannen abgefahren. Bei der Talstation ist ebenfalls eine Bushaltestelle. Der Bus nach Ammenegg fährt im Halbstundentakt.

Ebenfalls möglich ist die Abfahrt vom Lank nordwestwärts zurück nach Rickatschwende.

Tourendaten
Gipfelhöhe 1464 m

ca. 630 Hm Aufstieg (rund 2 Std.)
Abfahrt nach Schwarzenberg oder Weisstannen
Bus zurück nach Ammenegg


Sonntag, 11. Dezember 2011

Winterwanderung zum Sassförkle

Endlich liegt Schnee in den Bergen! Zwar ist die Schneedecke noch zu dünn, um schon kratzerfreie Skitourenabfahren zu erlauben, aber für einen prächtigen Winterspaziergang reicht es allemal.

Malbun im Fürstentum Liechtenstein

Der Ausgangspunkt der Rundwanderung liegt beim Dorfeingang von Malbun, von wo der Sass-Weg in leichter Steigung durch Wälder und über Weideböden zum Sass-Seelein führt. Im Winter wird dieser Weg normalerweise gut präpariert, doch heute mussten wir etwas durch den Schnee stapfen. Vom See geht es weiter zum sonnigen Sassförkle, wo zwei gemütliche Bänke auf müde Wanderer warten.

Zusatzaufstieg zum Obersass
Da wir die Gamaschen dabei hatten, stiegen wir vom Sassförkle noch ein wenig weiter bis zum Obersass auf, wo wir uns ein Mittagessen aus dem Rucksack gönnten. Vom Obersass sieht man hinüber zum Schönberg.

Blick zum Schönberg
Schneefluchtlift läuft schon

Zuerst geht es auf dem gleichen Weg zurück, doch dann zweigt man rechts zum Jägerhaus ab. Hier führt der Weg hinunter zum Schneefluchtlift, der heute bereits in Betrieb war, und nochmals ein wenig aufwärts zurück nach Malbun.

Das Jägerhaus

Diese Rundwanderung kann bei geeigneten Verhältnissen auch mit dem Schlitten gemacht werden.

Tourendaten
1 Std. Aufstieg zum Sassförkle
15 Min. Zusatzaufstieg zum Obersass
45 Min. Abstieg nach Malbun

Sonntag, 27. November 2011

Rundwanderung Langwies - Strassberg - Pirigen

Ende November, schönes Wetter und noch kein Schnee? Ideale Bedingungen für eine Rundwanderung ab Langwies (das liegt an der Strasse von Chur nach Arosa). Hier lässt sich auf wunderschönen Höhenwegen die Sonne geniessen.
Heuschober mit traditionellem Dach

Ausgangspunkt Langwies

Gestartet bin ich heute bei frostigen Temperaturen etwas ausserhalb vom Dorf Langwies. Bei Punkt 1373, wo die Strasse eine scharfe Drehung nach rechts macht, hat es beim Feuerwehrdepot einen Parkplatz. Dem Sapüner Bach nur bis zur Holzbrücke folgen – dort zweigt ein Pfad links ab. Dieser alte Fondeier Weg führt durch das wilde Fondeier Tobel, vorbei an einem kleinen Wasserfall. Beim Metallsteg waren heute die Seitengeländer bereits abgebaut, um sie im Winter vor Lawinenschäden zu sichern. Später passiert man den Picknickplatz „Guatabrunna“, danach hat man die Wahl, entweder noch vor der Alp Stutz direkt zur Fahrstrasse nach Strassberg aufzusteigen oder die Höhe noch weiter zu halten.

Eine Alternative zum beschriebenen Pfad wäre die Fahrstrasse nach Strassberg, die im Zentrum von Langwies beginnt. Sie ist im November etwas sonniger als der Sommerweg, aber weniger eindrücklich.
Strassberg - Zentrum der Welt...

Die Alpsiedlung Strassberg
Strassberg - eine wunderschöne Maiensässsiedlung

Strassberg ist eine wunderschöne alte Walser Maiensässsiedlung, die nicht ganzjährig bewohnt ist. Im November sind die weiten Alpwiesen braungolden. Obwohl der Weg zum Blackter Fürggli kurz vor Strassberg links abweigt, lohnt es sich, den kleinen Abstecher zu machen und die braungebrannten alten Holzhäuser anzuschauen. Da gibt es eine alte Mühle, eine alte Sennerei und vieles mehr. Ende November ist hier alles menschenleer. Das Restaurant Strassberg ist im November leider geschlossen.
Alte Holzhäuser mit Charakter

Weiter geht es zurück zu Punkt 1890, dann vorbei am gemütlichen Skihaus Casanna. Beim Übergang namens Blackter Fürggli verlässt man das Fondei und kehrt ins Schanfigg zurück. 

Es empfiehlt sich, nicht die Abzweigung nach Campadiel zu nehmen, sondern die Höhe zu halten und in Richtung Nufsch weiterzugehen. Bei Punkt 2060 zweigt der Weg nach Pirigen ab. Hier geht es über wunderschöne weite Wiesen direkt abwärts zum Berggasthaus Pirigen. Ich habe mir Zeit genommen für ein kleines Mittagsschläfchen…

Das Berggasthaus Pirigen

Pirigen ist das einzige Gasthaus entlang der Wanderung, das heute offen hatte. Entsprechend gross war der Publikumsandrang. Es liegt auf einer wunderschönen Sonnenterrasse hoch über Langwies. Im Winter ist es bei Schlittlern, Skitouren- und Spaziergängern und bei Schneeschuhläufern sehr beliebt.
Kaffee und Kuchen im Berggasthaus Pirigen

Von Pirigen nach Langwies gelangt man entweder über das Fahrsträsschen oder besser über den Waldweg. Ab Langwies führt ein Wanderweg oberhalb der Strasse zurück zum Ausgangspunkt.
Langwies in der Abendsonne

Tourendaten
13.1 km Strecke
837 m Aufstieg
3 Std. Langwies - Strassberg - Pirigen
45 Min. Pirigen - Langwies

Freitag, 18. November 2011

Val da Camp

Eines meiner liebsten Wandergebiete liegt hinter dem Berninapass, und zwar am Übergang vom Engadin ins Puschlav. Das Val da Camp ist ein kleines Seitental am oberen Ende des Puschlav. Auf Kinder wartet hier ein kleines Paradies von Seen und Bächen.

Der Saoseo-See im Val da Camp

Hellblau strahlender Bergsee mit Geist

Der Saoseo-Sees zog mich sofort in seinen Bann, als ich zum ersten Mal sein leuchtendes Blau sah. Er ist zwar eiskalt, aber nichts geht über ein romantisches Picknick am Seeufer. Wer möchte, kann den unheimlichen Geist im See suchen.

Der Saoseo-Geist (Tipp: Kopf nach links neigen)

In der Nähe des Sees ist die Saoseo-Hütte des SAC. Der langjährige Hüttenwart Bruno Heis und seine Familie schaffen es mit ihrer freundlichen Art, dass man sich auf Anhieb willkommen fühlt.

Von Sfazù an der Berninapassstrasse (grosser Parkplatz oberhalb der gleichnamigen Bar) gelangt man in rund zwei Stunden auf dem Wanderweg zum See und dann zur Hütte. Aufstieg zuerst auf der Naturstrasse, dann bei Buril rechts abzweigen auf den schönen Pfad in Richtung Suracqua / Terzana.

Die legendäre Polentahütte

Als wir letzten Sommer wieder einmal dort waren, beschlossen wir, der „Polentahütte“ ennet der italienischen Grenze einen Besuch abzustatten. Diese heisst eigentlich Rifugio Viola. Die Wanderung ab Saoseo dauert rund zwei Stunden. Beim Aufstieg passiert man den malerischen Lagh da Val Viola. Wir trafen um 11.30 Uhr ein und fragten den Wirt, der dort schon seit bald 40 Jahren im Einsatz ist, ob wir etwas Essen könnten. Dieser erklärte uns lächelnd, dass die Polenta natürlich (!) erst um 12.30 Uhr fertig werde. Polenta gekocht wird übrigens im Freien. Als Aperitiv gab es erst einmal einen Schluck Rotwein.

Die Polentaküche

Um 12.30 Uhr dann das unvergessliche Essen. In der Pauschale von 10 Euro ist alles inbegriffen: Suppe, Rotwein à discretion (1-Liter-Flasche für zwei Personen stand bereit), eine riesige Ladung Polenta, dazu der Reihe nach Gulasch, Wurst und Käse, dann ein Stück Kuchen, Kaffee und Grappa. Auf dem Heimweg umwanderten wir den Lagh da Val Viola im Uhrzeigersinn und gelangten über Pt. 2258 wieder zurück zur Saoseo-Hütte.

Das Einheitsmenü

Herrliches Tourengebiet

Das Val da Camp bietet viele schöne Touren im Sommer wie auch im Winter. Einige Vorschläge sind auf der Homepage der Saoseo-Hütte erwähnt.
Saoseo-Hütte im März 2011


Sonntag, 13. November 2011

Novembersonne: Biketour auf den "Töni"

Gestern lichtete sich endlich der seit Tagen vorherrschende Hochnebel über dem St. Galler Rheintal. Die ideale Gelegenheit für eine kleine Bike-Tour in der Region. Eigentlich hatte ich mein Bike schon für den Winter eingemottet, aber Sonnenschein im November und Temperaturen von 10 °C sind doch ein überzeugendes Argument, nicht wahr?

Angenehme Aufstiegsrouten

Die Einheimischen nennen den Aussichtspunkt St. Anton (1'107 m) liebevoll "Töni". Ein wahres Bike-Eldorado mit vielen schönen und einfachen Aufstiegsrouten, von denen die meisten Zubringerstrassen ohne Durchgangsverkehr sind. Ich habe die Aufstiegsroute von Heerbrugg via Husen, Klee, Vogelegg, Knollhausen (Bellevue), Grüner Baum, Fegg zum St. Anton gewählt. An verschiedenen Stellen bietet sich ein prächtiger Ausblick ins Rheintal. Einziges Pièce de Résistance ist das locker gekieste steile Fahrsträsschen vor "Kluser".
Goldener Herbst: Die Weinberge an der Strasse von Berneck nach Husen.

Auf dem Töni liegt einem das Rheintal zu Füssen, und der Blick schweift hinüber zur Alpstein-Gruppe. Am Wochenende ist der beliebte Aussichtspunkt von ganzen Heerscharen von Spaziergängern bevölkert. Auch das Ausflugsrestaurant St. Anton ist dann immer gut besetzt.
Blick auf den Hohen Kasten (links) und Säntis (rechts)

Die Abfahrt: abwechslungsreich und rassig

Für mich die schönste und eindrücklichste Abfahrt führt von der Kapelle zur Wirtschaft Rütegg. Von dieser schönen Gartenwirtschaft zweigt rechts ein kurzer Single Trail ab, der später in eine steile Kiesstrasse mündet. Bei Ebenau geradeaus haltend weiter auf Wandersträsschen und Wegen nach Oberegg, Riethalde und wieder hinauf zum Gasthof Sonne Blatten.
Bei der Rütegg biegt rechts der Single-Trail ab

Jetzt geht es nochmals aufwärts nach Eggen, dann folgt die Abfahrt via Gebert nach Freienland. Das Sahnehäubchen: Eine rasante, wilde Abfahrt auf einem laubigen Single-Trail nach Birkenfeld.
Durch diese hohle Gasse saust man hinunter zum Birkenfeld

Weiter auf Fahrsträsschen, Strassen und Pfaden über Wilen, Leuchen, Halden, Kobel, Au, Heerbrugg nach Widnau.

Tourendaten:
32.6 km Strecke
985 Hm Aufstieg
3 Std. Zeitbedarf

Samstag, 12. November 2011

Auf guten Wegen: der erste Eintrag

Wer startet einen Outdoor-Blog im November? Wo sich doch bei Hochnebel, tiefen Temperaturen und dunklen Abenden ein jeder lieber daheim am warmen Kaminfeuer fläzt?

Jetzt ist die beste Gelegenheit, sich an den PC zu setzen und ein wenig auf der Tastatur zu klimpern. Und sich Gedanken über die Tourenplanung für die Wintersaison zu machen. Wer weiss, vielleicht lässt das Wetter sogar im November noch die eine oder andere Unternehmung zu.

Ich wünsche allen viel Freude beim Lesen meines Blogs!