Freitag, 1. August 2014

Via Alpina: Avers-Juppa - Innerferrera

Am Schweizer Nationalfeiertag - die Frühstücksbrötchen waren mit kleinen Schweizerfähnchen geschmückt - wartete eine eher gemütliche Etappe auf uns, welche uns von Juppa dem Avers-Hochtal entlang hinunter nach Innerferrera führte. Wir brachen kurz vor 9 Uhr auf. Der Himmel war bedeckt, nur im Süden war es etwas heller.

Der Strasse entlang in Richtung Pürt
Bald verliessen wir die Strasse und schwenkten auf den schönen Wiesenweg nach Pürt ein. Das erste Donnergrollen legte uns nahe, den Schritt zu beschleunigen. Als vor Pürt die ersten Regentropfen fielen, nutzten wir die Gelegenheit zur Rast im Gasthof Pürterhof, einem schönen alten Walserhaus.

Averserrhein bei Pürt
Unterhalb des Gasthauses führt der Wanderweg hinunter zum Averserrhein. Der Weg hinunter hatte sich wegen des Regens in ein Rinnsal verwandelt und musste stellenweise umgangen werden. Wir überquerten den Bergbach an der Stelle, wo auch die beliebte Skitour aufs Grosshorn beginnt. Kaum hatten wir den romantischen Capettawald erreicht, setzte ein starker Regen ein. Ab und zu hörten wir lautes Donnergrollen, Entfernung rund 2 km. Trotz widrigen Wetters genossen wir die liebliche Stimmung im Wald.

Schöner Pfad durch den Capettawald
Als wir am Mittag Cröt erreichten, suchten wir Schutz im Gasthaus Walserstuba, hängten unsere Regenkleider zum Trocknen auf und bestellten ein schönes Schnitzel mit Pommes frites. Alle Gäste im Restaurant lamentierten über den verregneten Sommer.

Gasthaus Walserstuba in Cröt
Der Himmel klarte nach dem Essen auf, und wir packten unsere Regensachen gerne wieder in den Rucksack. Der Wanderweg führte hinter dem Restaurant dem Hang entlang weiter, bis wir die Strasse überquerten und auf Wald- und Wiesenwegen Campsut erreichten.

Bei Campsut
In Campsut beginnt die eindrückliche "Alte Averserstrasse", die hinunter nach Innerferrera führt. Sie ist heute verkehrsfrei und bietet spektakläre Tiefblicke in die Schlucht des Averserrheins. Wer aufmerksam schaut, findet sogar eiszeitliche Gletschermühlen im Flussbett.

Die alte Averserstrasse, heute ein Wanderweg

Innerferrera
Innerferrera ist ein kleines ehemaliges Bergbaudorf. Die wenigen Zimmer im örtlichen Gasthaus Alpenrose waren bereits besetzt, und so nahmen wir beim Bergbaumuseum das Postauto hinunter nach Andeer, wo wir im Hotel Piz Vizan ein einfaches Zimmer fanden.

Hotel Piz Vizan, Andeer
In Andeer gibt es ein schönes Mineralbad - eine gute Gelegenheit, unseren müden Knochen wieder einmal etwas Gutes zu tun. Danach unternahmen wir einen Rundgang durch das schmucke Dorf und assen im Gastgarten unseres Hotels ein gutes Abendessen. Beim Eindunkeln beobachteten wir den Fackelumzug zum Nationalfeiertag.

Schmucke Häuser in Andeer

Tourendaten:
Strecke 15.8 km
Aufstieg 560 Hm, Abstieg 1040 Hm
Zeit unterwegs 6 Std. 15 Min, davon in Bewegung 4 Std. 05 Min.

Hyperlinks:
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GPS-Track:

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